Biopiles (Biomieten)
Ex-situ biologische Bodensanierung durch kontrollierte Zersetzung

Biopiles (Biomieten) werden verwendet, um kontaminierten Boden mit Hilfe von biologischen Zersetzungsprozessen gezielt und kontrolliert behandeln zu können.
Der verunreinigte Boden wird ausgekoffert und mit Stroh, Kompost, Nährstoffen, Bakterien vermischt und anschließend zu sogenannten Mieten aufgeschüttet, die eine Höhe von ca. 1 bis 3 Meter haben. Durch die Strukturanreicherung des Bodens wird die Sauerstoffversorgung, die Zufuhr von Mineralstoffen und die Ernährung der Mikroorganismen mit Kohlehydraten verbessert, wodurch sich die mikrobiologischen Zersetzungsprozesse beschleunigen.
Zusätzlich in den Biopiles verbaute Rohrsysteme sorgen für eine kontrollierte regelmäßige Belüftung und Bewässerung. Biopiles sind ein bewährtes einfaches Prinzip, um die Zersetzungsaktivitäten von Bakterien zur Dekontamination von Böden einzusetzen.
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Ablaufschritte des Biopiles Verfahrens
Auskoffern von kontaminiertem Boden
Zu Beginn wird das kontaminierte Bodenmaterial fachgerecht ausgehoben und zur Behandlungsfläche transportiert. Die Entnahme erfolgt unter Berücksichtigung aller Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Probenahmen dokumentieren die Schadstoffbelastung und bilden die Grundlage für die Zusammensetzung der Biomiete.
Vermischen und Anreichern mit Nährstoffen
Das ausgehobene Bodenmaterial wird intensiv mit Stroh, Kompost, Faliten Kondensaten sowie spezialisierten Mikroorganismen vermischt. Die Zugabe von Nährstoffen und Strukturmaterialien optimiert die biologische Abbauleistung. Die Faliten Kondensate erhöhen dabei die Bioverfügbarkeit der Schadstoffe für die Mikroorganismen erheblich.
Aufschüttung zu Biomieten (1–3 Meter Höhe)
Das angereicherte Bodenmaterial wird zu kontrollierten Mieten mit einer Höhe von 1 bis 3 Metern aufgeschüttet. Die definierte Geometrie und Strukturanreicherung gewährleisten eine optimale Sauerstoffversorgung, Nährstoffzufuhr und Feuchtigkeitsverteilung im gesamten Mietenkörper.
Belüftung und Bewässerung
Eingebaute Rohrsysteme ermöglichen eine kontrollierte regelmäßige Belüftung und Bewässerung der Biomieten. Die gezielte Steuerung der aeroben Bedingungen beschleunigt den mikrobiologischen Schadstoffabbau und stellt sicher, dass die Mikroorganismen unter optimalen Bedingungen arbeiten.
Monitoring und Kontrolle des Dekontaminationsfortschritts
Während der gesamten Behandlungsdauer werden Schadstoffkonzentrationen, Temperatur, Feuchtigkeit und mikrobielle Aktivität kontinuierlich überwacht. Regelmäßige Laboranalysen dokumentieren den Sanierungsfortschritt und ermöglichen eine bedarfsgerechte Anpassung der Prozessparameter bis zur Erreichung der Sanierungszielwerte.
Bildergalerie
Einsatzgebiete
- Petrochemische Kontamination (Mineralölkohlenwasserstoffe)
- Diesel-, Benzin- und Kerosin-Verunreinigungen
- Halogenisierte und nicht-halogenisierte flüchtige organische Verbindungen (VOCs)
- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
- Altstandorte der Mineralölindustrie und Tankstellen
Erfolgsabhängige Faktoren
- Art und Konzentration der Kontamination
- Bodenzusammensetzung und vorhandene Mikroorganismen
- Klimatische Bedingungen und Jahreszeit
- Sauerstoff- und Nährstoffverfügbarkeit
Vorteile
Einfache Handhabung
Bewährtes und unkompliziertes Verfahren mit kurzen Behandlungszeiten von ca. 6 Monaten bis 2 Jahren – ideal für die ex-situ biologische Sanierung.
Kostenvorteil
Weniger als 150 Euro Entsorgungskosten pro Tonne – deutlich günstiger als thermische Verfahren oder Deponierung.
Kontrollierte Bedingungen
Geschlossenes System mit direkter Überwachung des mikrobiologischen Schadstoffabbaus. Alle Parameter sind steuer- und dokumentierbar.
Vielseitige Einsetzbarkeit
Anwendbar bei nahezu jeder Bodenbeschaffenheit und einem breiten Spektrum organischer Kontaminationen – vom Landfarming bis zur technischen Biopile-Anlage.
Biopiles Projektanfrage
Sie planen eine Biopile-Sanierung oder möchten Ihre Biomieten mit Faliten Kondensaten optimieren? Wir beraten Sie gerne.
- Kondensatauswahl und Dosierung
- Unverbindliche Erstberatung
- Verfahrensplanung und Monitoring-Konzept
