Biopiles (Biomieten)

Kontrollierte biologische Bodensanierung

Biopiles (Biomieten) werden verwendet, um kontaminierten Boden mit Hilfe von biologischen Zersetzungsprozessen gezielt und kontrolliert behandeln zu können.

Der verunreinigte Boden wird ausgekoffert und mit Stroh, Kompost, Nährstoffen sowie Bakterien vermischt. Die entstehenden Mieten erreichen Höhen von 1 bis 3 Metern. Die Strukturanreicherung verbessert Sauerstoffversorgung, Mineralstoffzufuhr und Mikroorganismenernährung, wodurch sich die mikrobiologischen Zersetzungsprozesse beschleunigen.

Rohrsysteme ermöglichen kontrollierte regelmäßige Belüftung und Bewässerung. Biopiles sind ein bewährtes einfaches Prinzip.

Ablaufschritte

  1. 1Auskoffern von kontaminiertem Boden
  2. 2Vermischen und Anreichern mit Nährstoffen
  3. 3Aufschüttung zu Mieten (1–3 Meter Höhe)
  4. 4Belüftung und Bewässerung
  5. 5Kontrolle des Dekontaminationsfortschrittes

Anwendungsbereiche

  • Petrochemische Kontamination
  • Diesel/Benzin/Kerosin-Verunreinigungen
  • Halogenisierte und nicht-halogenisierte flüchtige organische Verbindungen (VOCs)

Vorteile

Risikoreduktion

Einfacher Aufbau und einfache Handhabung sowie kurze Behandlungszeiten von ca. 6 Monaten bis 2 Jahren.

Kostenvorteil

Weniger als 150 Euro Entsorgungskosten pro Tonne.

Kontrolle

Geschlossenes System mit direkter Möglichkeit der Überwachung des Zersetzungsprozesses.

Flexibilität

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei nahezu jeder Bodenbeschaffenheit.

Erfolgsabhängige Faktoren

  • Art der Kontamination
  • Bodenzusammensetzung mit Mikroorganismen
  • Klimatische Bedingungen